St. Petersburg putzt sich raus

Petersburg im April hat Vor- und Nachteile. Zum einen ist es schön, wie die Reste von Schnee und Eis noch auf der Newa treiben oder in der zaghaften Frühlingssonne dahin schmelzen. Andererseits wird der April anscheinend auch für den Fühjahrsputz der Stadt genutzt. Überall wird gebaut und restauriert, weswegen auch fast alle Sehenswürdigkeiten zumindest teilweise eingerüstet sind. Nicht nur in der Stadt, sondern auch bei den Sehenswürdigkeiten außerhalb wie der Peterhof und das Katharinenschloss in Pushkin.

Zu beiden Orten ist es interessant, mit den Öffentlichen zu fahren. Man entdeckt Bahnhöfe mit einem Tanzsaal inklusive Flügel, setzt sich in Busse und Vorortzüge, von denen man nicht genau weiß wohin sie fahren und wo Du rausgeschmissen werden willst und siehst einfach, dass auch in und um St. Petersburg noch nicht alles Gold ist, was glänzt (auch wenn ich unten ein paar goldglänzende Bilder angehängt habe). Denn außerhalb herrschen die Plattenbauten und karge Besiedlungen bis hin zu Township-artigen Garagensiedlungen vor, in denen die Menschen aber teilweise zu wohnen scheinen. Und dann kommt man am Ziel an und sieht wieder den Prunk der Zaren.

In Petersburg selbst lohnt das Russische Museum entgegen der Meinung des Reiseführers in meinen Augen nicht so arg, aber das Winterpalais mit der Eremitage, ist schon ein Hammer. Zwar sehr viele alte, dunkle Schinken drin (ok, oben auch eine tolle Sammlung von Picasso über Monet, Gauguin und Dégas), aber was viele wahrscheinlich gar nicht wahrnehmen, ist die unglaubliche Schönheit der Räume selbst. Und deren Fußböden. In jedem Raum anders und prachtvoller als in diversen anderen europäischen Schlössern. Erstaunlich, dass man in dem Museum mit den meisten Besuchern nicht wie in Peterhof und Katharinenschloss Überzieher über die Schuhe ziehen muss, um diese Wahnsinns-Parkette zu schützen. Denn diese kleinen Schuh-Pariser dämpfen sogar das Geklacker der noch-nicht-einmal-einen-Pfennig-Absätze der Russinnen.

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