es wird mal wieder Zeit…

… denn ich war viel zu lange nicht mehr unterwegs. Es geht zwar noch nicht direkt los, aber bald ist es wieder soweit. Und da es dieses Mal gar nicht so spontan losgeht, sondern es einiger Vorbereitungen bedarf, geht auch die Bloggerei früher los. Ich werde nämlich bei einem für einen Auto-Technik-Legastheniker wie mich äußerst spannenden Abenteuer dabei sein – bei der Allgäu-Orient-Rallye.

Diese Charity-Rallye von Oberstaufen im Allgäu nach Amman in Jordanien ist eines der letzten automobilen Abenteuer dieser Welt. Denn es werden nur Fahrzeuge zugelassen, die mindestens 20 Jahre alt und straßentauglich sind. Was unser Auto trotz aller Vorbereitungen gerade im Moment leider nicht ist – und in der Schweizer Provinz auf seine Reparatur wartet…

Jüngere Fahrzeuge dürfen nur mit, wenn sie weniger als 1111,11 Euro wert sind. Autobahnen dürfen nicht benutzt werden. Navis auch nicht – also ganz old school mit Karte und Kompass.

Ob uns das auch ans Ziel führt, werden wir sehen. Aber eh‘ ist der Weg das Ziel, denn letzteres ist für uns weniger die Siegprämie – ein echtes Kamel – abzuräumen, sondern Gutes zu tun. Sowohl in unserem eigenen Projekt, bei dem wir eine Menge Sachspenden wie Kleider, Bettwäsche, Schuhe, etc. zum albanischen Kinderheim in Elbasan bringen, als auch bei den Projekten der Allgäu-Orient-Rallye.

Zum einen ist das eine Musikaufgabe, bei der wir auf gesponserten Instrumenten ein Lied einstudieren müssen. Das wird dann im Istanbuler Fahrerlager zwischen der Blauen Moschee und der Hagia Sofia von allen gespielt, bevor die Instrumente dann einem wohltätigen Zweck zugeführt werden. Klingt einfach, wäre da nicht das Problem, dass keiner von uns je auf einer Klarinette gespielt hat.

mit freundlicher Unterstützung des Musikhaus Hummel

alleine das Zusammenbauen wird schon ein Spaß

Zum anderen werden wie in jedem Jahr die Fahrzeuge, die es bis nach Jordanien geschafft haben, ausgeschlachtet und aus den Erlösen daraus werden dann soziale Projekte gefördert. In den neun Jahren ihres Bestehens hat die Allgäu-Orient-Rallye unzählige Projekte wie zum Beispiel Schulen in Anatolien, Wasseraufbereitungsprojekte in palästinensischen Flüchtlingslagern, jüdische Jugenddörfer in Israel oder das jordanische Paralympics-Komitee mit Rollstühlen und Krankentransportwagen gefördert.

Apropos bis nach Jordanien schaffen… Eine Regel der Rallye besagt, dass alle sechs Teammitglieder in wenigstens einem Fahrzeug ankommen müssen. Da heißt es notfalls, gemütlich bei 40 Grad zusammenkuscheln. Mal schauen, welches unserer drei Gefährte uns sechs Gefährten auf die endgültige Fährte bringt.

notfalls mit Blaulicht nach Amman

unsere drei treuen Gefährte(n)

Falls jemand also noch dazu beitragen will, dass unser Team „NahAmRosten“ (Team Nr. 57)  möglichst komplett durch die Berge und Wüsten kommt, könnt Ihr gerne ein paar Kilometer spenden – oder besser gesagt ein wenig Sprit beisteuern.

Und da noch viel besorgt, geschraubt, verstaut, geregelt, beklebt, organisiert und gekauft werden muss, fängt für mich die Reise ausnahmsweise schon viel früher an. Demnächst dann wieder mehr auf diesem Kanal… Wer in der Zwischenzeit noch ein bisschen mehr über die Rallye lesen oder schauen will, kann ja mal einen Blick in die neueste Ausgabe von Abenteuer&Reisen werfen.

 

 

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